Warum ich Pascale-Star gegründet habe: Die Geschichte hinter meinem Herzensprojekt 🩷

Es gibt Momente im Leben, die teilen alles in ein „Davor“ und ein „Danach“. Bei mir gab es diese Momente gleich dreifach. Mit gerade einmal 18 Jahren wurde ich das erste Mal mit der Diagnose Krebs konfrontiert. Mitten im Erwachsenwerden, wenn eigentlich die ganze Welt vor einem offenstehen sollte. Mit 30 Jahren passierte es zum zweiten Mal, und nur ein Jahr später, mit 31 Jahren, leider zum dritten Mal.

In all diesen intensiven, oft von Angst geprägten Phasen habe ich etwas ganz fest vermisst: Ich hätte mir so sehr jemanden gewünscht, der einfach da ist und bei dem ich nicht viel erklären muss. Jemand, der aus eigener Erfahrung weiss, wie sich diese tiefe Angst, die Hilflosigkeit oder die totale Erschöpfung anfühlen. Jemand, der diesen Weg bereits gegangen ist und der heute im Leben steht.

Ein leiser Gedanke wird Realität

Die Idee, genau so ein Angebot selbst zu schaffen, war jahrelang ganz leise in mir drin. Sie schlummerte in meinem Herzen, während ich mein eigenes Leben Schritt für Schritt zurückeroberte. Der eigentliche Aha-Moment kam dann bei einem Gespräch mit einer lieben Freundin. Sie hat mir einfach zugehört, mich angeschaut und mich von ganzem Herzen ermutigt, diesen Schritt endlich zu wagen.

Da gab es kein langes Überlegen mehr. Ich habe einfach angefangen. Ich setzte mich hin, begann meine Geschichte aufzuschreiben und erstellte eine Website. Das ist 2 ½ Jahre her und war der Anfang von Pascale-Star.

Der Name trägt meine ganz persönliche Familiengeschichte in sich:

Pascale 🩷

So hiess meine geliebte Schwester. Sie ist im Alter von 18 Jahren an Krebs gestorben.

Star

Pascale ist mein ganz persönlicher Stern am Himmel. Bis heute ist sie für mich ein absoluter „Star“, weil sie ein Vorbild an Stärke und Liebe ist.

Doch das Wort „Star“ bedeutet für mich noch viel mehr: Jede einzelne Person, die mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird, ist für mich ein Star. Ihr alle leistet so unendlich viel, geht durch die tiefsten Täler und verdient den grössten Respekt und eine Begleitung, die von Herzen kommt.

Was in diesen 2 ½ Jahren alles passieren durfte

Als ich damals gestartet bin, hätte ich im Leben nicht erwartet, was daraus entstehen würde. Ich habe einfach einen Schritt nach dem anderen gemacht, und alles hat sich irgendwie von alleine gefügt. Wenn ich heute zurückblicke, macht mich das einfach nur staunend und dankbar:

  • Ich durfte bereits über 40 Menschen auf ihrem schwierigen Weg als Peer begleiten und für sie da sein.

  • Ich wurde in mehrere Podcasts eingeladen, um ganz offen über meine Erfahrungen zu sprechen.

  • Die Krebsliga hat meiner Geschichte ein wunderschönes Porträt im Magazin „Aspect“ gewidmet.

  • Gemeinsam mit den anderen Peers der Krebsliga durfte ich sogar den Prix Sana entgegennehmen.

Das alles kam unverhofft und hat sich einfach so ergeben.

Aber weisst du, was meine eigentliche, tägliche Motivation ist? Es sind die vielen berührenden Begegnungen und Rückmeldungen von euch Betroffenen.

Es motiviert mich unglaublich zu sehen, wie es so vielen von euch wieder besser geht und die meisten wieder gesund werden, auch wenn der Weg nach den Therapien oft noch lang und steinig ist. Zu sehen, wie die Lebenskraft zurückkehrt, ist so wunderschön.

Gleichzeitig gehört zur Wahrheit meiner Arbeit auch die schmerzhafte Seite: Leider gab es in diese Zeit auch wundervolle Menschen, die viel zu früh von uns gegangen sind. Das macht mich unendlich traurig. Sie bleiben für immer fest in meinem Herzen.

Für dieses Engagement mit all seinen Facetten bin ich dennoch sehr dankbar. Zu wissen, dass ich einen kleinen Teil dazu beitragen kann, den Weg für andere ein bisschen erträglicher zu machen, erfüllt mich sehr und ist für mich das grösste Geschenk.

Ein sicherer Ort für dich

Mir geht es darum, dir Mut zu machen und dir zu zeigen, dass es eine Perspektive gibt. Ich bin da und habe ein offenes Ohr für deine tiefsten Ängste und Sorgen, oft auch für die Dinge, die man seinen Liebsten gar nicht getraut zu sagen, weil man sie schonen möchte. Ich bin aber auch da, um die schweren Momente mit dir auszuhalten, manchmal gibt es nicht sofort eine Besserung und es braucht viel Geduld. Du musst nicht alles alleine tragen.

Ich bin für dich da, wenn du möchtest

Wenn du gerade mitten im Sturm stehst, die Diagnose frisch erhalten hast oder nach den Therapien den Weg zurück in den Alltag suchst: Ich verstehe dich. Ganz ohne viele Worte.

Lass uns gemeinsam hinschauen, durchatmen und deinen Weg finden.

Ich freue mich darauf, von dir zu hören. Du darfst gerne ganz unkompliziert direkt einen Termin buchen oder dich über das Kontaktformular bei mir melden.

Von Herzen, Andrea

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